Wichtige Infos!

Mit Timo Weidhaus haben wir einen neuen Guide speziell für das immer gefragtere Welsangeln gewinnen können. Weitere Informationen unter "Urlaub + Guiding am Main".
Die Erlaubnisscheine für die Bad Staffelsteiner Lauter sind endlich im Angelspezi erhältlich. Vor bzw. beim ersten Angeln dort muss einen zusätzliche kostenpflichtige Einweisung erfolgen. Die terminliche Planung dieser Einweisung erfolgt über eine Kontaktmail an die Mainfischereigemeinschaft. Aufgrund der Lage mitten in der Stadt und einigen Verbotszonen bitten wir um Verständniss für diese Maßnahme.
Für die Kuhweide in Seubelsdorf sind jetzt auch beim Angelspezi in Bad Staffelstein Schlüssel hinterlegt. Diese können gegen ein Pfand von 20€ entliehen werden und müssen spätestens am nächsten Tag zurückgebracht werden.
Mittlerweile ist die Wallertrophy 2017 sehr erfolgreich gelaufen. Den Bericht dazu gibt es unter der Rubrik "Filme, Bilder und Berichte" bei "Berichte" zu lesen.

Im Oktober gibt es neue Angebote für die Fliegenfischer durch Easy Flyfishing. Vom 07. - 08.10. findet ein Wurfkurs für Fortgeschrittene statt und am 21.10. ein Bindekurs für Hechtstreamer.
Wichtige Informationen und genaue Kartierungen zum Beangeln der Wehre unter "Aktuelle Informationen", "Aktuelles", "Betreten der Wehranlagen".
Der Wettbewerb "Schönstes Bild/Video" findet auch in 2017 statt. Die Preisträger 2016 und die Einzelheiten finden Sie in der Rubrik "Filme, Bilder & Berichte", "Fotowettbewerb".

Koi Herpes Virus in der Strecke A - wohl ausgestanden

Mit Datum vom 12.09.2014 hatte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit das Koi Herpes Virus (KHV) an einem Karpfen aus der Strecke A festegestellt. Der untersuchte Fisch stammt aus dem Wehr bei Hausen. Tote oder verendende (Groß)Karfpen wurden wohl erstmals Anfang September im Weingärtner Bogen gesichtet und sind dann an das Wehr getrieben worden. Mit Bescheid des Landratsamtes Lichtenfels vom 16.09.2014 wurden wir hierüber informiert und auf die §§ 3 - 5 der Fischseuchenverordnung hingewiesen. Um die Übertragung von Fischseuchen zu verhindern, muss die Abgabe von lebenden Fischen in allen Lebensstadien, einschließlich Samen und Eier, von der zuständigen Behörde genehmigt werden. Der Fischbesatz darf nur mit Fischen aus zugelassenen Aquakulturbetrieben erfolgen. Aus den Gewässern der Mainfischereigemeinschaft dürfen (außer zu umgehenden Schlachtung) keine lebenden Fische abgegeben werden. Gefangene Fische oder Teile von  ihnen sind unschädlich zu beseitigen. Die Entsorgung in den Main würde zu einer weiteren Verbreitung der Krankheit führen. Wir bitten um unbedingte Beachtung.

 

Das KHV befällt ausschließlich Karpfen und karpfenartige Fische. Ohne einen Karpfen als Wirt überlebt das Virus maximal 14 Tage im Wasser. Die KHV-Infektion ist nicht auf den Menschen übertragbar. Kranke Fische sind jedoch nicht als Lebensmittel geeignet. Für Karpfen und karpfenartige Fische ist das KHV hochansteckend. Erkrankte Karpfen scheiden hohe Mengen an Viren aus. Außerhalb seines Lebensraumes hält sich das Virus nicht länger als zwei Tage. Wärme verstärkt die Ausbreitung. Anzeichen der Krankheit sind lethargisches Schwimmen, keine Nahrungsaufnahme, Hauttrübungen, erhöhte Schleimabsonderung und verstärkte Atmung. Bei näherer Untersuchung kann man eine deutliche Schwellung der Kiemen erkennen.

 

Die Gründe für die Einschleppung in ein Gewässer können vielfältig sein. Wasservögel können das Virus bringen, aber auch in das Gewässer aus anderen Gewässern einwechselnde oder eingesetzte Fische. Die Infektion kann auch durch Angelgerätschaften übertragen werden. Wir können uns das Auftreten der gestorbenen Karpfen oberhalb des Hausener Wehrs Anfang September 2014 nicht erklären, denn wir haben davor nicht besetzt. Der letzte Karpfenbesatz datierte aus dem Herbst 2013, so dass es daran nicht die liegen kann. Jedenfalls müssen Gerätschaften, die mit erkranken Fischen in Berührung gekommen sind, insbesondere Kescher, Behältnisse und Angeln desinfiziert werden, vor allem immer dann, wenn sie kurze Zeit später wieder verwendet werden. Die UV-Strahlung der Sonne sowie Hitze haben stark entkeimende Wirkung und ergänzen die Desinfektion hervorragend. Ein alleiniges Ab- bzw. Austrocknen von Geräten mit Fischkontakt ist nicht ausreichend, wenn die Geräte unmittelbar danach wieder zum Einsatz kommen.

 

Das KHV ist im gesamten Bundesgebiet stark auf dem Vormarsch. Neben dem Neckar und der Lahn wurde das Virus auch schon in Thürigen, Baden-Württemberg, Österreich, Holland u.a. nachgewiesen. Aber auch in Japan und den USA ist die Krankheit bekannt. Gegenwärtig gibt es keine Therapiemöglichkeiten, insbesondere nicht in freien Gewässern wie Flusssystemen mit einer Vielzahl von Zuläufen und Verbindungen. Die Einzige Vorsorge, die man treffen kann, ist eine starke Einschränkung des Besatzes und ein Zwischenlagern von Besatzfischen in Quarantänebecken..

 

Was bedeutete das für unsere Angler:

 

Das Auftreten des KHV ist sicher nicht schön, es ist aber auch keine Katastrophe. In einem offenen Gewässersystem gibt es praktisch keine Reaktionsmöglichkeit. Angesichts der Ausbreitung des KHV in anderen Flusssystemen in Süddeutschland ist es virologisch sicher auch kein Wunder, dass das KHV dann irgendwann auch bei uns angekommen ist. Es ist in offenen Gewässersystemen, im Gegensatz zu Teichanlagen, auch nicht unwahrscheinlch, dass sich das Virus bald sozusagen "verläuft", d.h. die Verbreitung nach einem ersten Absterben abebbt. Andere Fischarten als Karpfen und karpfenartige sind davon nicht betroffen. Das Angeln ist nicht verboten, auch nicht das Angeln auf Karpfen. Gefangene Karpfen dürfen aber unter keinen Umständen zurückgesetzt werden. Aus den Gewässern der Mainfischereigemeinschaft dürfen (außer zu umgehenden Schlachtung) keine lebenden Fische abgegeben werden. Gefangene Fische oder Teile von  ihnen sind unschädlich zu beseitigen. Die Entsorgung in den Main würde zu einer weiteren Verbreitung der Krankheit führen. Von einem Verzehr ist abzuraten. Wenn tote Karpfen auch in der Strecke B (Straßenbrücke Hochstadt - Wehr Oberwallenstadt) oder auch unterhalb des Hausener Wehrs bis zur Fischgrenze bei Ebensfeld auftreten, wo sie bisher nicht gesehen wurden, bitten wir um unverzügliche Benachrichtigung. Wer bei uns Karpfen angelt, sollte sein Gerät danach mit handelsüblichen Mitteln desinfizieren und am besten noch in die Sonne stellen.

 

Seit Oktober 2014 können wir Entwarnung geben. Wir konnten seit dem 30.09.2014 keine infizierten Fische mehr aufinden. Am 18.10. haben wir oberhalb der Stellen, an denen das Virus aufgetreten ist, besetzt. Wenn erneut infizierte Fische beobachtet werden, bitten wir um unverzügliche Benachrichtigung.

 

 

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