Wichtige Infos!

Wichtige Information: Es gibt für dieses Jahr leider keine Jahreserlaubnisscheine mehr zu kaufen.
Aufgrund des Corona-Lockdowns findet Erlaubnisscheinverkauf bei der DEA-Tankstelle in Lichtenfels bis auf Weiteres täglich nur bis 18:30 Uhr statt.
Die Bedingungen für die Wallertrohy 2021 finden Sie in der Rubrik "Wallerangeln".
Für die Kuhweide in Seubelsdorf werden wie gehabt beim Angelspezi in Bad Staffelstein Schlüssel hinterlegt. Diese können gegen ein Pfand von 20€ entliehen werden und müssen spätestens am nächsten Tag zurückgebracht werden.
Das neue Programm der Jugendgruppe für 2021 ist da. Die Termine stehen unter "Jugendgruppe" und "Termine".
Die Herren Dr. Neu und Rückert, Coburg, haben sich vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München das Recht erstritten, den über ihre Grundstücke in Weingarten laufenden Weg zu sperren. Wir bitten um Beachtung. Inwieweit dieses Recht nur die Sperrung für Kraftfahrzeuge betrifft oder auch die Sperrung für Fußgänger, ist uns nicht bekannt. Dazu gibt es unseres Wissen noch keine Klärung. Eventuelle Anfragen dazu bitten wir an das Landratsamt Lichtenfels, Untere Naturschutzbehörde, zu richten. Die Strecke kann von unseren Anglern jedenfalls auch fussläufig über die andere Seite von Hausen aus erreicht werden.

Gebiete, in die die Fischerei nicht hineindarf - eine hoffentliche seltene Ausnahme mit gutem Grund unter Wahrung der verfassungserechtlichen Bedeutung der Fischerei

Insbesondere der naturschutzrechtliche Gebietsschutz fordert in jüngster Zeit die Fischerei heraus. Naturschutzbehörden sind zum Teil bemüht, und zwar aufgrund einer einseitigen Wahrnehmung der Fischerei als Lärm- und Störungsquelle, die Fischereiausbüng an bestimmten Gewässerabschnitten auszuschließen. Dem werden durch die Rechtsprechung Grenzen gesetzt (insbesondere: OVG Lüneburg, Entsch. v. 08.07.2004 = NuR 2005, 411 ff.; OVG Lüneburg, Entsch. v. 14.12.2006 = NuR 2007, 271 ff.). Danach kann der Schutzzweck eines Naturschutzgebietes auch Einschränkungen der Fischereiausübung bis hin zu einem Verbot rechtfertigen. Solche Einschränkungen müssen aber verhältnismäßig, d.h. geeignet, erforderlich und angemessen sein. Der Verordnungsgeber muss die Belange des Naturschutzes gegen die Interessen des Fischereiberechtigten gerecht abwägen. Insbesondere ist der Verordnungsgeber verpflichtet, den eigentumsrechtlichen Schutz des Fischereirechts nach Art. 14 GG (s.o. Fischereirecht - Grund und Grenzen) zu beachten. Deshalb ist es grundsätzlich unzulässig, die Erholungsnutzung zuzulassen, das Angeln aber zu verbieten, denn der Eigentumsschutz verschafft dem Fischereirecht grundsätzlich ein höheres Gewicht. Umgekehrt ist es möglich, den gesetzlich zulässigen Gemeingebrauch an einem Gewässer (s.o. Fischerei und Bootsfahrt) durch eine Schutzgebietsverordnung einzuschränken, die Fischereiausübung aber unberührt zu belassen (OVG Lüneburg, Entsch. v. 25.09.2003 = NuR 2004, 122 ff.). Das Befahren von kleineren naturnahen Fließgewässern mit Booten oder schwer zu steuernden Flößen kann wegen der damit verbundenen Schädigung des Gewässers und des Fischbestandes etwa durch Grundberührungen z.B. verboten werden, während die Fischerei erlaubt bleibt (Braun/Keiz, Fischereirecht in Bayern, Art. 1 BayFiG, Rn. 112; nach hiesiger Ansicht zu undifferenziert: VDSF (Hrsg.), Angelfischerei und Naturschutz, 2004).

 

Im Zuge der Beschränkung der Fischereiausübung muss auch der Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG) beachtet werden. So ist es nach der Rechtsprechung des OVG Lüneburg unzulässig, die Fischereiausübung ganzjährig zu verbieten, während die Jagdausübung weitgehend zulässig bleibt. Vor allem wegen des Störpotenzials der Jagd auf Wasservögel besteht kein sachlicher Grund, die Fischerei und die Jagd ungleich zu behandeln (Braun/Keiz a.a.O.).

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