Wichtige Infos!

Wichtige Information: Es gibt für dieses Jahr leider keine Jahreserlaubnisscheine mehr zu kaufen.
Aufgrund des Corona-Lockdowns findet Erlaubnisscheinverkauf bei der DEA-Tankstelle in Lichtenfels bis auf Weiteres täglich nur bis 18:30 Uhr statt.
Die Bedingungen für die Wallertrohy 2021 finden Sie in der Rubrik "Wallerangeln".
Für die Kuhweide in Seubelsdorf werden wie gehabt beim Angelspezi in Bad Staffelstein Schlüssel hinterlegt. Diese können gegen ein Pfand von 20€ entliehen werden und müssen spätestens am nächsten Tag zurückgebracht werden.
Das neue Programm der Jugendgruppe für 2021 ist da. Die Termine stehen unter "Jugendgruppe" und "Termine".
Die Herren Dr. Neu und Rückert, Coburg, haben sich vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München das Recht erstritten, den über ihre Grundstücke in Weingarten laufenden Weg zu sperren. Wir bitten um Beachtung. Inwieweit dieses Recht nur die Sperrung für Kraftfahrzeuge betrifft oder auch die Sperrung für Fußgänger, ist uns nicht bekannt. Dazu gibt es unseres Wissen noch keine Klärung. Eventuelle Anfragen dazu bitten wir an das Landratsamt Lichtenfels, Untere Naturschutzbehörde, zu richten. Die Strecke kann von unseren Anglern jedenfalls auch fussläufig über die andere Seite von Hausen aus erreicht werden.

Angeln vom Boot - nach wie vor verboten

Die Fischerei vom Boot ist in Bayern nicht verboten. Sie ist auf größeren Gewässern eine Hauptausübungsform des Angelns und der Fischerei allgemein. An manchen Seen sind die Ufer wegen Schilfgürteln auch kaum zugänglich, so dass das Angeln vom Boot sinnvoll ist. An der Strecke der Mainfischerei ist das Angeln vom Boot kraft unserer Bedingungen verboten. Dies ist schon immer so gewesen. Über die Gründe kann man streiten.

 

Wir meinen: Der Main ist so schmal und übersichtlich, dass ein Angeln vom Boot gar nicht erforderlich erscheint. Wenn wir das Angeln vom Boot erlauben, wird es erwartbar Konflikte zwischen den Anglern am Ufer und den Anglern im Boot geben, auch eine Neidproblematik, wenn etwa das Boots- oder Driftangeln teurer wäre. Es müßten Slipstellen eingerichtet und angegeben werden, was wiederum weitere Konflikte mit den anderen Bootsnutzern heraufbeschwören würde. Solche Stellen müssten zwar möglicherweise nicht genehmigt, aber dennoch beaufsichtigt werden. Wir müßten regeln, wie groß die Boote sein dürften, wie geangelt werden darf, etwa, ob gedriftet werden darf, auch zu welchen Jahreszeiten und ob geanktert werden darf. Trotzdem würde es erwartungsgemäß vor Ort bei einer Einführung des Bootsangelns Konflikte und Übertretungen geben, deren wir dann nicht Herr werden würden. Wir müßten eine Wasseraufsicht einführen und dafür eigens Boote beschaffen. All das ist zu komplex und problembeladen. Wir gehen deshalb seit vielen Jahren den einfachen und geraden Weg, das Bootsangeln zu verbieten, auch, damit keine Zweiklassengesellschaft im Kartenverkauf entsteht.

 

Wir meinen aber auch: Es wäre schwer zu verstehen, wenn wir von Amts wegen nicht vom Boot angeln könnten, wenn so viele Boote auf dem Main fahren. Es gibt kein Vorrecht der Kanufahrer. Wenn die Kanu- und Bootsfahrt weiterhin ungeregelt zunimmt und keine Obergrenzen für die gewerbliche Bootsfahrt eingeführt werden, dann müßten wir vielleicht einmal umdenken, zumal wir ein eigentumsgleiches Freiheitsrecht ausüben, die Kanuten aber nur das verfassungsrechtlich verbürgte Recht auf Naturgenuss. Unser Plädoyer für eine Begrenzung des gewerblichen Kanuverkehrs, möglicherweise auch des privaten Kanu- und Bootsverkehrs, ist also keine reine Schimpferei oder Fensterrede der vergeblich Anlaufenden. Wenn uns die Bootsfahrt zu sehr belastet und keiner dagegen etwas unternimmt, uns vielmehr schulterzuckend stehen läßt, dann werden wir vielleicht eines Tages das Angeln vom Boot erlauben, und dann dürfte es für unsere Gegner in der Tat juristisch (sehr) schwer werden, dagegen zu argumentieren, auch und gerade vor Gericht, wenn kehrseitig Alles erlaubt ist und durchgeht. Vielleicht hat der Eine oder Andere, der die Fischerei hier für wehrlos oder minderbemittelt hält, über diese nicht unelegante Variante der Rechtsverteidigung noch gar nicht so genau nachgedacht. Wieso sollen wir uns denn mit sinnlosen Klagen aufreiben, statt nicht einfach unsere Freiheit aufzuweiten? Und dagegen kämen die, die es selbst exzessiv betreiben, wohl kaum an! Dann würden wir uns auch der Mühe unterziehen, die Fischerei vom Boot eingehend zu regeln und die damit verbundenen Konflikte einmal auf uns nehmen.

 

Aber und schlussendlich: So lange das Bootsangeln nicht erlaubt ist, werden wir es auch nicht dulden und Zuwiderhandlungen ahnden, auch hart, denn sonst werden wir von der Faktizität überholt. Bitte unterlassen Sie also jedwedes Bootsangeln am Main!

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