Wichtige Infos!

Wichtige Information: Es gibt für dieses Jahr leider keine Jahreserlaubnisscheine mehr zu kaufen.
Aufgrund des Corona-Lockdowns findet Erlaubnisscheinverkauf bei der DEA-Tankstelle in Lichtenfels bis auf Weiteres täglich nur bis 18:30 Uhr statt.
Die Bedingungen für die Wallertrohy 2021 finden Sie in der Rubrik "Wallerangeln".
Für die Kuhweide in Seubelsdorf werden wie gehabt beim Angelspezi in Bad Staffelstein Schlüssel hinterlegt. Diese können gegen ein Pfand von 20€ entliehen werden und müssen spätestens am nächsten Tag zurückgebracht werden.
Das neue Programm der Jugendgruppe für 2021 ist da. Die Termine stehen unter "Jugendgruppe" und "Termine".
Die Herren Dr. Neu und Rückert, Coburg, haben sich vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München das Recht erstritten, den über ihre Grundstücke in Weingarten laufenden Weg zu sperren. Wir bitten um Beachtung. Inwieweit dieses Recht nur die Sperrung für Kraftfahrzeuge betrifft oder auch die Sperrung für Fußgänger, ist uns nicht bekannt. Dazu gibt es unseres Wissen noch keine Klärung. Eventuelle Anfragen dazu bitten wir an das Landratsamt Lichtenfels, Untere Naturschutzbehörde, zu richten. Die Strecke kann von unseren Anglern jedenfalls auch fussläufig über die andere Seite von Hausen aus erreicht werden.

Angeln und Zelten, offenes Feuer

von Dr. Oliver Freiburg

Nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz (BayNatSchG) darf grundsätzlich jeder zum Genuss der Naturschönheiten und zur Erholung alle Teile der freien Natur ohne behördliche Genehmigung und ohne Zustimmung des Grundstückseigentümers oder sonstigen Berechtigten betreten (Art.27 Abs. 1 und Abs. 2 BayNatSchG, sog. naturschutzrechtlicher Gemeingebrauch). Dieses Betretungsrecht für Jedermann, das in Bayern auch verfassungsrechtlich verbürgt ist (Art. 141 Abs. 3 BV, s. Fischereirecht - Grund und Grenzen), gilt nur für die traditionellen Formen des Naturgenusses und der Erholung, also z.B. das Wandern. Das Aufstellen von Zelten in freier Natur außerhalb behördlich genehmigter Campingplätze ist mehr als ein Betreten im Sinne von Art. 27 BayNatSchG und Art. 141 Abs. 3 BV (sog. naturschutzrechtliche Sondernutzung). Dafür ist stets die Zustimmung des Grundstückseigentümers erforderlich. Zeltlager, die aus mehr als drei Zelten bestehen und nach ihrem erkennbaren Zweck gelegentlich, höchstens für zwei Monate errichtet werden, dürfen nur mit der Erlaubnis der Gemeinde errichtet und betrieben werden, Art. 25 Abs. 2 Satz 1 LStVG. Das Zelten am Main ist von Gesetzes wegen damit nur erlaubt, wenn die Zustimmung des Grundstückseigentümers vorliegt und keine sonstige Bestimmungen - etwa die Verordnung zu einem Natur- oder Landschaftsschutzgebiet - entgegenstehen. Das Vorstehende stammt - nahezu wörtlich bis auf die Ausführungen konkret zum Main hier - aus der entsprechenden Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit:

 

 

www.stmug.bayern.de/umwelt/naturschutz/freizeit/zelt_rec.htm

 

 

Da uns die meisten Grundstücke am Main nicht gehören, sondern überwiegend den Gemeinden, dem Staat und der Landwirtschaft, auch unterschiedliche naturschutzrechtliche Gebietstypen im Verlauf der Strecke vorkommen, können wir nicht ermessen, wann und wem konkret eine Genehmigung des Grundtückseigentümers zum Zelten vorliegt und nicht etwa auch andere Bestimmungen dem Zelten entgegenstehen. Wir gehen davon aus, dass auch die wenigsten unserer Angler eine solche Genehmigung einholen, geschweige denn wissen, wer überhaupt Eigentümer des konkreten Grundstücks ist, von dem aus sie angeln, oder gar wissen, welche konkreten Bestimmungen ein jeweiliges Landschaftsschutzgebiet oder Naturschutzgebiet zum Zelten vorsieht. Um nicht als sog. Zweckveranlasser von Störungen fremden Grundstückseigentums durch Zeltende in Anspruch genommen zu werden, auch Kollisionen mit dem Naturschutz in den hier überwiegenden Vogelschutz- und FFH-Gebieten zu vermeiden, haben wir deshalb in den Bedingungen das Zelten generell untersagt. Wir wollen uns nicht mit dem Landratsamt, der Gemeinde oder den Bauern herumstreiten. Wer meint, er könne nur im Zelt kältesicher und schön am Main übernachten, dem fehlt vielleicht auch die Kenntnis über moderne Angelbekleidung und moderne Angelschirme.

 

Auch das Entzünden und Betreiben offener Feuer als Kochstelle oder Lagerfeuer fällt nicht unter den naturschutzrechtlich erlaubten Gemeingebrauch. Nach dem Naturschutzrecht in Bayern verboten sind also jedwede offene Feuerstätten, insbesondere offene Grillgeräte und sog. unverwahrte Feuer, d.h. Feuer, die nicht in einer offenen Feuerstätte, sondern z.B. in einer Feuerstelle am Boden oder in einer dafür hergestellten Bodenmulde betrieben werden. In den letzten Jahren hat es - möglicherweise aufgrund eines Klimawandels - im Frühjahr und Frühsommer langanhaltende Trockenperioden gegeben, so etwa im Mai bis Anfang Juni. Das Unterhalten offener Feuerstellen ist dann neben dem gesetzlichen Verbot auch sehr gefährlich. So schön ein Feuerchen beim Angeln für viele unserer Angler auch sein mag, es ist und bleibt deshalb verboten. Es gibt ja auch sehr schöne moderne geschlossene Grills und Räuchergeräte. Wir mussten leider feststellen, das gerade die Angler, die Lagerfeuer errichten, Müll am Main zurücklassen, z.B. in Gestalt von Bierflaschenverschlüssen, die ins Feuer geworfen weden und dort natürlich nicht verbrennen. Diese metallenen Verschlüsse werden bei Hochwasser in dem Main gespült und - leider auch - von Raubfischen, die sie in der Srömung für Beute halten, gefressen, auch von anderen Tieren. Wir beobachten weiterhin, dass das verbotene Zelten in der Regel auch mit verbotenen offenen Feuerstellen einhergeht.

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